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  1. Addict

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Es tut mir sehr leid, dass zu lesen.
    Und ja zu den Aussagen der anderen: Vergleich dich nicht mit anderen. Es geht um dich und deinen Körper. Deine Kinder brauchen dich auch noch eine lange Zeit, pass auf dich auf!

    Diese Aktivitäten am Wochenende: Willst du denn dabei sein? Oder willst du eher mal alleine zu Hause sein?
    Dann such dir eine gute Ausrede. Da gibt es doch genug: auf einen wichtigen Techniker warten, krank (ist ja im Prinzip so), Probestunde Yoga die nicht zu verschieben geht oder sowas.

  2. Urgestein

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Ich kann das so gut nachfühlen. Diese krasse Erschöpfung einfach und auch das Gefühl, dass andere das gleiche Pensum easy schaffen würden. Ich kann mich auf gar nichts mehr freuen, weil ich eigentlich nur schlafen will. Mal so zwei Wochen nur rumliegen und nichts tun, das wärs.
    Bei mir liegt es ua an einer beruflichen Situation, die voraussichtlich weniger als ein Jahr so bleiben wird, aber wenns danach immer noch so ist, muss ich irgendwas machen.
    Ich meine, ich glaube wirklich, die Liebe ist die beste Sache von der Welt, ausgenommen Hustenbonbons. Aber ich muss auch sagen, zum soundsovielten Mal, das Leben ist nicht gerecht. Es ist bloß gerechter als der Tod, das ist alles.

  3. Senior Member

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Whassup: Das klingt echt sehr erschöpfend bei dir/euch.
    Ich habe gerade nicht viel Zeit zu schreiben, aber teilweise kann ich deine Gedanken nachvollziehen. Ich vergleiche mich ständig mit anderen und fühle mich schlecht, weil ich schlechter abschneide. (Das Vergleichen versuche ich mir deshalb abzugewöhnen - es tut überhaupt nicht gut). Ich leiste viel weniger, wirklich weitaus weniger als die meisten Mamas in meinem Umfeld und das nagt sehr an mir. Aber ich kann nicht so viel leisten. Und Stress triggert mich ungemein, also versuche ich Stress möglichst zu reduzieren. Ich mache einfach ganz viel nicht, was andere machen. Z.b.: wäre ich jetzt auch dazu übergegangen einen Kuchen zu kaufen an deiner Stelle (vor einem Jahr wäre das niemals möglich gewesen für mich - und hier bringen auch alle toll verzierte Kuchen etc mit). Unsere Wohnung sieht im sauberen Zustand so aus wie bei anderen im nicht frisch geputzten Zustand etc. (ich sehe es nicht ein, stundenlang zu putzen, nur damit es 1 Stunden nachdem die Kinder wieder hier durchjagen alles wieder fast so aussieht wie vorher).
    Ich merke, wie sehr mir die Psychotherapie geholfen hat, mein Denken zu ändern. Ich kümmer mich immer mehr um meine Bedürfnisse, damit ich mich dann auch um die Bedrüfnisse der Kinder etc. sorgen kann.
    Ich wünsche dir, dass du doch noch kurzfristig einen Psychotherapieplatz findest.
    Schlafen steht bei mir übrigens ganz oben auf der Prioritätenliste.

  4. Urgestein

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Danke für eure Rückmeldungen. Gerade die letzten beiden: Ja, so geht es mir auch.
    Es ist eben auch kein Verständnis da, wenn man so viel weniger leistet als andere. Weil es ja eigentlich machbar ist.
    Geändert von Whassup (07.07.2020 um 11:37 Uhr)

  5. Addict

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    ich würde:
    - hilfe im alltag für die kinder organisieren (babysitter fest für einen nachmittag)
    - putzhilfe suchen
    - einkaufsdienst oder sowas nutzen (sofern es sowas gibt)
    - ne reine mütterkur beantragen (ja, lange wartezeiten, aber was man beantragt hat, hat man erledigt)
    - den vater alle zwei monate mit allen kindern zu den großeltern schicken
    - einen yogakurs oder sowas machen (weil da entspannungsübungen dabei sind)
    - in eine beratungsstelle gehen (bevor das mit der therapie (?) anfängt)
    - dinge vereinfachen (kuchen kaufen, geschenke bestellen statt liebevoll im laden auszusuchen, betont einfach und schnell kochen etc., erwartungen runterschrauben (betten nur alle drei statt alle zwei wochen beziehen, was weiß ich, solche dinge))
    - das große kind langsam in die pflicht für alltagsdinge nehmen (einfach, damit sie aus deinem kopf raus sind, sowas wie turnbeutel mitnehmen, morgens mit sonnencreme einschmieren etc. und das dann wirklihc nicht kontrollieren oder im zweifelsfall doch selbst machen, sondern es einfach als aufgabe löschen)

    (ich hab ne mütterkur gemacht letztes jahr, sie hat mir die augen geöffnet und mich maximal geerdet und entspannt. mein leben hat sich sehr verändert, ich zehre immer noch von diesen drei wochen.. ich habe danach in meinem alltag viel verändert udn mir geht es viel besser)

  6. Member

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Ich würde anfangen, mir fixe Auszeiten dauerhaft "einzufordern" und einzuplanen : zBsp jede Woche 1 freier Nachmittag nur für dich. Das entspannt langfristig und so hast du die Chance und Zeit, deine Bedürfnisse wahrzunehmen und neue Routinen & Lösungen zu finden. Dein Mann (oder Babysitter) könnte in der Zeit mit allen Kindern etwas unternehmen.

    Mal durchzuatmen (und wirklich nichts zu tun) bringt bei mir viel Kraft und Motivation zurück.

  7. Urgestein

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Hm, sehr viel outsourcing.
    Das machen wir tatsächlich bisher gar nicht, und in mir sträubt sich alles dagegen. Ich sollte wohl mal an meiner Einstellung arbeiten...

    Für alle Arten von Terminen und Auszeiten bräuchte ich momentan Babysitter, das klingt echt krass für mich. V.a. nen Babysitter engagieren, um nichts zu tun

    btw fühlt es sich einfach auch krass an, dass normales Familileben nur zu schaffen ist, wenn man externe Hilfe einkauft. Wir kommen beide aus Familien, wo das alles ganz normal vor sich hin lief, ich glaube, ich könnte z.B. meiner Mutter niemals erzählen, dass wir Babysitter brauchen oder gar ne Putzhilfe.
    Ich frage mich, was grundsätzlich mit der Welt und dem Leben schief läuft, dass die Aufgaben manchmal so unschaffbar werden.
    Geändert von Whassup (07.07.2020 um 12:23 Uhr)

  8. Ureinwohnerin

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Whassup, das kenne ich auch. Ich habe Verwandte in der Stadt, die die Kinder sicher mal nehmen würden, zumindest das große Kind. Aber ich traue mich nicht, das zu erfragen, um dann "nichts" zu tun. Diese Art Unterstützung dürften die auch nicht gehabt haben, als die Kinder klein waren...

    Und ich schaffe es übrigens auch nicht. Bei uns ist dann leider der Haushalt nie top in Schuss, ich kann Flecken an den Küchenschränken wunderbar wochenlang übersehen und solche Sachen. (Aber meine Mutter hatte eine Putzhilfe, und wir wollen das ab der nächsten, größeren Wohnung dann endlich auch angehen.)

  9. Member

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Die Frage ist, was muss passieren, damit du dich wohler fühlst? Noch mehr schaffen, noch mehr Listen, noch mehr Feiern, Kuchen, etc. trägt wahrscheinlich zur Erschöpfung bei.

    Weniger machen, mal nichts tun, schlafen, freie Zeitfenster, lesen (über Outsourcing) lässt mich wieder Kraft und Energie sammeln.

  10. Addict

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Hatte eure Eltern damals sicher keine Hilfe?
    Meine Schwiegermutter erzählt gerne mal, dass es ja nicht sein kann, dass die jungen Eltern so über die fehlende Betreuung während Corona stöhnten. Sie hätten das ja auch alles hinbekommen.
    1. Nein. Einfach nein.
    2. War es damals (im Westen) üblicher, dass ein Elternzeit nicht arbeitet, oder sehr spät
    3. Sie hatte mindestens 3 Jahre die Großmutter und Urgroßmutter (der Kinder) im selben Haus wohnen und damit viel Hilfe.

    OK, nix ist vergleichbar mit Corona, aber das schlauchte sicher auch dermaßen, dass dein Körper jetzt noch davon zehrt im negativen Sinne?

    Ich kenne doch recht viele Familien, die sich eine Reinigungskraft leisten. Oder bei denen die Großeltern echt viel übernehmen. Auch wenn sie nicht vor Ort sind, sondern nur alle 8 Wochen mal kommen. Aber dann den Garten pflegen, Fenster putzen usw.
    Ach und Fensterputzer haben circa 50% meiner Nachbarn (ich putze halt selten, das stress mich nicht. Aber falls das bei dir Thema ist, das soll nicht sooo teuer sein).

  11. Urgestein

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Nein, unsere Eltern hatten sicher keine Hilfe. Unsere Mütter haben aber nicht extern gearbeitet (ich ja auch lange nicht). Ob es ihnen damit gut ging, ist eine andere Frage, aber die stellte sich bei Müttern ja nicht.

  12. Addict

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Damit hast du aber einfach mal 20h die Woche weniger Zeit. Das ist eine ganze Menge! Das kann man einfach kaum mit nicht arbeitenden Menschen vergleichen.

  13. Regular Client

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Zitat Zitat von Anitak Beitrag anzeigen
    Damit hast du aber einfach mal 20h die Woche weniger Zeit. Das ist eine ganze Menge! Das kann man einfach kaum mit nicht arbeitenden Menschen vergleichen.
    Das sollte man auch nicht vergleichen. Jetzt gehts bei euch schon die ganze Zeit um Vergleiche. Mit früher, mit Arbeitenden, mit mehr Kindern, mit... ich leiste so so so viel weniger als (gefühlt) alle anderen und auch meinen Ansprüchen werde ich nicht gerecht . Und genau das zieht mir doch noch mehr Energie. Abwertung durch Vergleichen, schuld und Scham, weil ich mehr will/sollte/erwarte.
    Es ist so schwer, aber ich glaube tatsächlich es hilft, wenn ich nur auf mich schaue.
    Chaos is the normal state

  14. Ureinwohnerin

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Denke ich auch. Die Frage sollte nicht sein, was die anderen schaffen oder was zu schaffen sein müsste, sondern

    Was muss geschafft werden?
    Was ist nur "nice to have", kann also auch nicht oder seltener gemacht werden?
    Was davon schaffe ich selbst bzw. wir?
    Was davon kann outgesourct werden?

    Staubsaug-Wisch-Roboter wäre noch eine Idee

    Aber wenn ich jetzt mal von mir selbst ausgehe: mehr Schlaf macht einen RIESIGEN Unterschied. Vielleicht ändert das schon merklich was.

  15. Foreninventar

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Ich bin mir sehr sicher, dass wir nicht nur eine Generation von Lullus sind, sondern dass Mütter früher einfach gar nicht die Möglichkeit hatten, sich zu ihrer etwaigen Überforderung zu äußern. Meine Mutter und meine Schwiegermutter haben beide für ihre Kinder gelebt und beide haben oder hatten Beschwerden, die ich heute als stressbedingt einordnen würde. Aber sowas hat man halt früher deutlich weniger thematisiert.

    Und selbst WENN es anderen Eltern leichter fällt. Diese Überlegung hilft doch keinem was.


  16. Foreninventar

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Zitat Zitat von sora Beitrag anzeigen

    Aber wenn ich jetzt mal von mir selbst ausgehe: mehr Schlaf macht einen RIESIGEN Unterschied. Vielleicht ändert das schon merklich was.
    Ja!


  17. Member

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Ich denke aber such, dass es heute einfach sehr beanspruchend ist, dass man permanent unter Stress steht und die Zeit so wahnsinnig schnelllebig ist.

  18. Senior Member

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Whassup Das tut mir Leid, dass es dir so dreckig geht. Hier habe ja schon viele viel hilfreiches geschrieben. Mir ist noch Folgendes eingefallen.

    Zitat Zitat von Whassup Beitrag anzeigen
    Außerdem gibt es Gemotze von Mann und Kindern, und die Freunde / Bekannten fragen nach, wieso ich denn nicht dabei bin. Und es ist ja auch unhöflich, nicht zu Geburtstagen und sowas zu erscheinen.
    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Und die Ansprüche die man an sich selber stellt.
    Ich glaube das ist ganz wichtig. Es ist nicht unhöflich, da nicht hinzugehen, wenn du kaputt bist. Dafür musst du dich auch nicht rechtfertigen, dass du auf dich aufpasst und die Reißleine ziehst, wenn es zuviel wird (bzw ja schon ist). Ich habe vom Lesen den Eindruck, dass deine Ansprüche an dich selbst sehr hoch sind. Vielleicht hilft es ja ein bisschen, dir zu sagen, dass du nicht perfekt sein musst (und die anderen sind das auch nicht).

  19. Urgestein

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Noch eine Stimme für eine Putzhilfe und einen Babysitter. Wenns finanziell irgendwie machbar ist, dann klingt das für mich nach den sinnvollsten Investitionen ever. Und wenns deine Mutter nicht erfahren soll, dann erfährt sie es eben nicht, Ende.

    Mutter-Kind-Kur muss man vermutlich der Typ dafür sein, eine meiner Freundinnen kam fix und fertig von der Kur zurück und wird nicht mal unter Androhung körperlicher Gewalt erneut einen Fuß in ein solches Unterfangen setzen. Aber wie wärs denn mit Urlaub? Krankschreibung wegen Erschöpfung und dann ab zu deiner besten Freundin, Schwester, irgendwer, der dich 2 Wochen aufnimmt, dich komplett in Ruhe lässt und wo das wildeste, was du machen musst, eine Tasse Kaffee für dich ist? Ich hab sowas aus anderen Gründen, aber auch zum auftanken und wieder klar kommen mal bei Freunden gemacht und es war perfekt. Die beiden sind in der Zeit ganz normal arbeiten gegangen und ich hatte ein Haus mit Garten und vollem Kühlschrank für mich, Kollegen hätten mich auch nicht draußen erwischen können, weil ich 400 km weit weg war und ich kam als neuer Mensch zurück. Da muss dein Mann dann durch - man kann ja gerne drüber sprechen, sowas in absehbarer Zeit umgekehrt auch für ihn zu veranstalten. Aber du kannst dich ja nicht komplett bis zum Ende kaputt machen, nur weil andere es wahlweise schaffen oder auch schlecht beisammen sind.

  20. Senior Member

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    AW: Was tun bei Erschöpfung?

    Ein kleiner Tipp am Rande: Wenn die Schilddrüsenwerte untersucht werden und nichts rauskommt, kannst du auch noch nach einer Ultraschalluntersuchung fragen. Bei mir haben Hausärzte jahrelang die SD Werte untersucht und es kam nichts raus. Bis dann (ein Fach)Arzt einen Ultraschall gemacht hat und gesehen hat, dass die Schilddrüse zu groß ist.

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