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  1. Addict

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    Prämenstruelle Depression / Prämenstruelle dysphorische Störung / PMDS

    Gibt es hier weitere Betroffene?

    Der Zusammenhang zwischen meinem Zyklus und meinen starken Stimmungsschwankungen ist mir noch nicht sehr lange bekannt, doch seitdem ich ihn bemerkt habe, ist er wirklich extrem augenfällig.

    Ich hatte mich dann mal hier und da zu PMS informiert und konnte mich in einigem auch wiederfinden, hatte aber immer den Eindruck, dass die Ausprägung und Dauer meiner Symptome das übliche PMS-Maß deutlich übersteigen.

    Den aktuellen PMS-Thread hier im Forum habe ich auch gelesen, aber ich würde dieses Thema gerne davon abgrenzen. Eben habe ich nämlich nochmal ziellos rumgegooglet und bin dann auf das Stichwort "Prämenstruelle Depression" gestoßen und die Beschreibungen davon haben dann endlich mal wirklich gepasst.

    Ich habe in der zweiten Zyklushälfte mit sehr starkem Stimmungsabfall, extremer Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Überforderungsgefühlen, komplett desolatem Selbstwertgefühl, Lustlosigkeit, Gereiztheit, Aggressivität, Impulsivität und starken Suizidgedanken zu kämpfen. Diese Symptome beschränken sich auch nicht nur auf 1-2 Tage, sondern ziehen sich eher so über zwei Wochen, also quasi den halben Monat.

    In dieser Zeit komme ich eigentlich jeden Tag an einen Punkt tiefer Verzweiflung und habe sehr intensive Suizidgedanken. Ich bin komplett freudlos und fühle mich von quasi allem überfordert, könnte jeden Moment losheulen oder wahlweise um mich schlagen.

    Bei mir ist es auch nicht so, als würden diese Symptome mit Einsetzen der Periode aufhören, sondern sie hören eher ein paar Tage nach Ende der Periode auf. Dann kommt meist eine Hochphase (durchmischt mit mittelgelaunten Phasen), die so ungefähr zwei Wochen andauern und dann folgt erneut der tiefe Fall.

    Seitdem mir dieser starke Zusammenhang mit meinem Zyklus bewusst geworden ist, habe ich richtige Angst vor der zweiten Zyklushälfte. Ich fühle mich in dieser Zeit eigentlich überhaupt nicht lebens-/alltagsfähig und habe daher das Gefühl, eigentlich alles in die "gute" Zyklushälfte quetschen zu müssen, da ich in der zweiten Zyklushälfte halt im Grunde zu absolut gar nichts zu gebrauchen bin. (Jetzt gerade ist es wieder besonders schlimm, ich habe furchtbare Laune, bin unendlich niedergeschlagen, gereizt, genervt, antriebslos und quäle mich schon den ganzen Tag auf der Arbeit rum, wo ich bislang fast nichts geschafft habe und mich von jeder kleinen Aufgabe im Grunde komplett überfordert fühle.)

    Zwar ist es einerseits auch erhellend, zu wissen, dass diese Symptomatik zyklusbedingt ist und es zwei Wochen später schon wieder ganz anders aussieht, aber zwei Wochen sind einfach eine verdammt lange Zeit, wenn es einem schlecht geht. Vor allem wenn es jeden Monat zwei Wochen sind. Ein, zwei Tage könnte ich überbrücken, aber zwei Wochen jeden Monat sind für mich nicht aushaltbar.

    Seit diesem Monat nehme ich nun Mönchspfeffer ein, hat bislang aber nichts verändert und ich bin auch nicht so sicher, ob das was bringen wird. Ich werde die Packung aber mal zu Ende nehmen (reicht für ein halbes Jahr ca.).

    Ansonsten hatte ich eben versucht, in so einer spezialisierten KH-Abteilung anzurufen, habe dort aber niemanden erreicht.

    Habt ihr Tipps, Infos und/oder kennt ihr die Symptomatik in ähnlich starker Ausprägung von euch selbst?

  2. Addict

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    AW: Prämenstruelle Depression / Prämenstruelle dysphorische Störung / PMDS

    Ich habe dasselbe in weniger starker Ausprägung. Würde dir empfehlen, dich an deine Gyn oder eine Psychiaterin zu wenden. V.a. wenn du so starke Suizidgedanken hast, wäre ein Antidepressivum mal zu überlegen.
    A lot of bread was buttered on the side of no distinction

  3. Addict

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    AW: Prämenstruelle Depression / Prämenstruelle dysphorische Störung / PMDS

    Zitat Zitat von Kainene Beitrag anzeigen
    Ich habe dasselbe in weniger starker Ausprägung. Würde dir empfehlen, dich an deine Gyn oder eine Psychiaterin zu wenden. V.a. wenn du so starke Suizidgedanken hast, wäre ein Antidepressivum mal zu überlegen.
    Ich befürchte, damit bei meiner Gyn an der falschen Adresse zu sein, da erwarte ich mir nix anderes als blöde Sprüche oder sinnlose Tipps. Psychotherapeutin oder Psychiaterin sehe ich auch nicht als richtige Anlaufstelle, da es zwar eine psychische Symptomatik ist, aber mit eindeutig körperlicher Ursache. In den fachlich ernstzunehmenden Artikeln stand auch immer deutlich, dass es sich hierbei nicht um eine psychische Erkrankung handelt. (Sondern wohl eher um eine gesteigerte Empfindlichkeit auf bestimmte Hormone.)

    Ich würde daher mit der Thematik nur zu darauf spezialisierten Anlaufstellen gehen, da ich mir von allen anderen keine wirkliche Hilfe verspreche. (Ich habe genug Erfahrung damit, von Ärzt*innen mit schwerwiegenden Erkrankungen nicht ernstgenommen zu werden, daher habe ich da eher Berührungsängste, wenn es um so verhältnismäßig unbekannte Störungsbilder geht, die in der Fachwelt noch nicht ausreichend angekommen sind.)

    Antidepressiva stehen für mich auch nicht wirklich zur Disposition. Mit Selektiven Wiederaufnahmehemmern (SSRI, SNRI u.ä.) habe ich keine guten Erfahrungen gemacht (andere Indikation) und trizyklische Antidepressiva oder MAO-Hemmer kommen für mich nicht in Frage.

    Sorry wenn das jetzt irgendwie sehr ablehend rüberkommt, ist so nicht gemeint, nur stellen die genannten Vorschläge für mich einfach keine Optionen dar.

  4. Fresher

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    AW: Prämenstruelle Depression / Prämenstruelle dysphorische Störung / PMDS

    Johanniskraut probiert in höherer Dosierung?

    Pille? Oder machts das schlimmer?

    Ich habe das schwach ausgeprägt bei genereller depressiver Erkrankung. Habe zB gar keine Gestagen- Präparate zur Verhütung vertragen stimmungsmäßig.

  5. Stranger

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    AW: Prämenstruelle Depression / Prämenstruelle dysphorische Störung / PMDS

    Ich hatte das auch schon immer, nach der Geburt meines Kindes ist es nochmal deutlich schlimmer geworden. Ich war über weite Strecken nicht wirklich fähig meinen normalen Alltag zu meistern. Meine Frauenärztin hat mir dann die Jubrele—Pille im Langzeitzyklus empfohlen. Obwohl ich sehr skeptisch war wieder mit der Pille anzufangen und es auch nicht sofort geholfen hat, ging es mir seit ca. 3 Monaten nach Beginn der Einnahme um 1000% besser. Ich erlebe eine noch nie gekannte Stabilität in meinem Leben und habe natürlich noch Tiefen, aber erreiche bei Weitem nicht der diese Dimensionen allumfassender Verzweiflung. Es gibt wohl auch viele, die diese Art der Pille nicht vertragen, aber für mich ist sie ein unglaublicher Gewinn an Lebensqualität.
    Es ist romantischer eine große Liebe zu verlieren als sie zu behalten

  6. Fresher

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    AW: Prämenstruelle Depression / Prämenstruelle dysphorische Störung / PMDS

    Ich glaube, ich muss mich auch damit abfinden, dass mein PMS nicht nur PMS sondern stärker ist. Ich hatte vor ein paar Jahren Mönchspfeffer probiert aber keinen Effekt gespürt. Jetzt habe ich eine Weile Vitamin B6 probiert aber auch keine deutliche Verbesserung gespürt. Bei mir ist es nach den Geburten auch schlimmer geworden. Jetzt denke ich über die Pille nach. Früher fand ich die Beratung von Frauenärztinnen zur Pille aber nicht sehr gut. Wie habt ihr die passende Pille ausgewählt? Habt ihr das PMDS mit eurer Frauenärztin oder Frauenarzt besprochen? Die letzte bei der ich war, hatte glaube ich eine Hormonspirale vorgeschlagen.

  7. Ureinwohnerin

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    AW: Prämenstruelle Depression / Prämenstruelle dysphorische Störung / PMDS

    Ich hab auch nie richtige Pillenberatung bekommen. Früher, Anfang 20 hab ich das eh nicht hinterfragt, und jetzt hab ich eine bekommen, die der frühere ähnlich ist (die ist nicht mehr auf dem Markt).
    Bemerke aber keine großartigen Probleme.

    Ich bin während meiner Periode zuletzt einfach völlig ausgefallen. Das war mit der Pille weg. Jetzt nehme ich sie sowieso durch.
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


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    “Gaslighting doesn’t exist. You made it up ‘cause you’re fucking crazy.”

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