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  1. Regular Client

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    Informationen für Diabetiker:innen

    In meiner Familie hat jemand sehr frisch eine Diabetes-Diagnose (Typ 2) bekommen und wir wissen zwar noch fast nichts über die Details der Diagnose und wie damit jetzt umzugehen ist, aber schon jetzt prasselt quasi die gesamte verinnerlichte Diet Culture meiner Familie auf das Thema ein. Also viel "Schuldzuweisungen" an die Lebensführung der Person und ganz viel "oh, da muss XY jetzt erstmal mindestens 15 kg abnehmen!" und Überlegungen, welche (geliebten) Lebensmittel jetzt wohl völlig Tabu sind usw.

    Ich finds sehr schwer zu ertragen, gerade weil auch viele Ärzt:innen in dem Bereich auch sehr darauf fokusieren, wie selbst Schuld die Person doch ist (Disclaimer: Ja, ich weiß, dass das sehr stark mit der Lebensführung zusammenhängt, finde das aber nur sehr eingeschränkt zielführend, gerade weils der Person psychisch nicht gut geht). Ich glaube dass z.b. extrem starke Heißhungerattacken zum Teil auch Symptome der (pre-) Diabetes waren und nicht nur Anzeichen der Verfressenheit und würde daher gerne mich und das familiäre Umfeld etwas dafür sensibilisieren und informieren, was Diabetes eigentlich ist, was das mit dem Körper so macht und wie man damit umgehen kann. Kann von euch da jemand was an Literatur, Büchern oder so empfehlen? Gerne sowohl tief in fachliche Details (für mich) bzw. einfacher verständlich/erklärt für die Teile meiner Familie, die nicht so gerne wissenschaftliche Publikationen oder so lesen :')

    Und bitte nicht zitieren, ich würde das glaube ich gerne später noch etwas zusammenkürzen
    One thought that calms me is that, no matter which self-care routine I choose,
    all the things I was worrying about before will still be there when I'm done.

  2. V.I.P.

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    AW: Informationen für Diabetiker:innen

    Vielleicht ist das hier ganz OK: Diabetes mellitus - DocCheck Flexikon

    Die Seite ist im Medizinstudium Recht beliebt (also bei Anfänger:innen), mir kommt es einigermaßen verständlich vor für Laien. Wobei ich natürlich auch falsch liegen kann.

  3. V.I.P.

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    AW: Informationen für Diabetiker:innen

    Ich finde tatsächlich die Ernährungsdocs vom NDR echt gut. Da gibt es Text und Videos zur Erläuterung und auch viele Rezepte und Hinweise zur Ernährung:
    Diabetes Typ 2: Symptome, Ursachen und Behandlung | NDR.de - Ratgeber - Gesundheit
    "Thanks, but I don’t really like to eat breakfast after lunch, it spoils my dinner."

  4. V.I.P.

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    AW: Informationen für Diabetiker:innen

    Lebensstil spielt eine große Rolle, aber eine große Rolle spielt auch Vererbung. Deswegen können diejenigen, die jetzt alles besser wissen und "Schuld zuweisen" sich schon mal schön damit anfreunden, dass es sie vielleicht auch noch erwischt.

    Bücher zu empfehlen fällt mir gerade nicht ein, nur ein paar Dinge:

    1) Gewicht spielt tatsächlich eine große Rolle. Wenn man es schafft, 10 bis 15 kg über einen Verlauf von mindestens einem Jahr hinweg (nicht schneller!) abzunehmen, wird man die Glukosetoleranz sehr stark wieder verbessern bis hin zur Medikamentenfreiheit.
    2) Sich nach einer Diabetes-Diagnose die beiden Ziele "mehr Bewegung" und "Gewichtsreduktion" zu setzen, ist sehr wertvoll. Dabei geht es nicht um hundertprozentigen Verzicht auf Süßigkeiten und auch gar nicht um spezielle Diäten, sondern allgemein die Ernährungs-Gewohnheiten ein bißchen (nur ein bißchen! es ist so schwer genug) umzustellen. Mit gefallen die Ansätze und Bücher von Dr. Riedl zum Thema Ernährung. Eine professionelle Ernährungsberatung, für die die meisten Kassen einen Teil übernehmen, wenn man es vorher beantragt, ist auch sehr zu empfehlen. Ansprechpartner kann man sich vom Hausarzt oder Diabetologen empfehlen lassen.
    3) Regelmäßige Bewegung von mind. 1/2 h am Stück verbessert sehr schnell die Glukose-Toleranz.
    4) Nicht mit dem Hausarzt, sondern mit einem Diabetologen / diabetologische Schwerpunktpraxis das weitere Vorgehen besprechen. Sinnvoll ist eine Verschreibung von niedrig dosiertem Metformin frühzeitig. Unter Umständen muß man mehrere Hersteller ausprobieren, bis man die Tablette findet, die am besten vertragen wird. Metformin und andere Medikamente können das Abnehmen auch etwas unterstützen. Z.B. intermittent fasting mit einem 8/16-Rhythmus und dazu 500 mg Metformin abends vor dem Schlafengehen können gut helfen. Bei höherem Gewicht / fortgeschrittenem Diabetes gibts noch andere Möglichkeiten, das muß man ggf. mit dem Diabetologen besprechen.

  5. Member

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    AW: Informationen für Diabetiker:innen

    Noch eine Stimme für die Ernährungsdocs vom NDR.
    Zum Thema "Experten" die genau wissen was jetzt alles vom Speiseplan verschwinden soll - lass sie doch mal erzählen, was sie statt dessen an Lebensmitteln empfehlen...
    (Ich hatte lange Zeit ordentlich mit Neurodermitis zu kämpfen. Ohne Weißmehlprodukte und Zuckerzeug ist es dann deutlich besser geworden. Da haben so Geschichten wie Nüsse und Mandeln, Oliven, eingelegtes Gemüse und Käse statt Knabber- und Süßkram vieles einfacher gemacht.)

  6. Member

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    AW: Informationen für Diabetiker:innen

    Startseite - Blood Sugar Lounge
    Dort vor allem die podcasts (zb unter "coaching" zu finden).

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