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  1. Alter Hase
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    AW: Unterschiedliche Bedürfnisse / Herausfinden, was Sex für einen bedeutet

    Ich möchte nochmal klarstellen, daß ich nicht Situationen meine, wo man absolut nicht will. Sich dann doch zu überwinden, wäre ja sowas wie (selbst)vergewaltigung. Ich meine so Situationen wie "ach naja, muß jetzt nicht, bin zu müde". Das heißt ja nicht, daß man den Partner nicht anziehend findet (so wie Film, den man nicht mag), sondern daß man im Moment vielleicht nur zu träge ist. Wenn man immer auf den perfekten Moment wartet, wo alles paßt, kommt der vielleicht nie. Oder viel zu selten.
    Erwarten kann man das vom Partner sicher nicht, man kann es aber dem Partner "geben".

  2. Inaktiver User

    AW: Unterschiedliche Bedürfnisse / Herausfinden, was Sex für einen bedeutet

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    Geändert von Inaktiver User (19.04.2019 um 19:22 Uhr)

  3. V.I.P. Avatar von ichs
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    AW: Unterschiedliche Bedürfnisse / Herausfinden, was Sex für einen bedeutet

    is das nicht eigentlich eine relativ normale entwicklung für pärchen über 30? frauen wollen mehr sex, männer meist weniger.
    offene beziehung wäre doch eine gute lösung dafür.
    .the world has turned and left me here.

  4. Enthusiast
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    AW: Unterschiedliche Bedürfnisse / Herausfinden, was Sex für einen bedeutet

    Ich kann leider nicht viel dazu beitragen, außer dass es zwei sehr guten Freundinnen genau so ging wie dir.
    Bei der einen hatte aber der mittlerweile ex - Partner relativ starke Depressionen :/ anderes Thema.
    Bei der anderen - dein Text könnte exakt von ihr sein! Die beiden sind mittlerweile u.a deswegen nicht mehr zusammen. ( sie hat noch sexuell nicht von ihm begehrt gefühlt , einiges probiert Dessous , reden etc ... Schlussendlich hat sie wen anderes kennengelernt und beide sind jetzt gut befreundet)

    Ich habe mittlerweile dass Gefühl dass Libido / Sexualbedürfnis so unterschiedlich ausgeprägt sind und man da auch nicht so viel dran ändern kann ( weder bei sich selbst noch bei anderen)
    Ich bin und war zum Beispiel auch auf der Seite, die nicht so viel sec braucht und möchte - unabhängig vom Partner! Sich in dem Bereich unter Druck gesetzt zu fühlen ist super ätzend :/

  5. Enthusiast Avatar von velove
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    AW: Unterschiedliche Bedürfnisse / Herausfinden, was Sex für einen bedeutet

    Hallo ihr Lieben,
    ich habe gefühlt schon 10 Mal geantwortet in den letzten Tagen und jedes Mal ist mir der Browser abgeschmiert, als ich schon einen Roman getippt hatte...

    Danke für die vielen Antworten. Zunächst vorneweg habe ich mich grundsätzlich ein bisschen "abgeregt". An dem morgen, an dem ich den Thread eröffnet habe, war ich ich schon sehr frustriert und mein ganze "Leidensdruck" ist grad nicht mehr so hoch, wie da.

    @ cyan und minz: Ihr habt schon Recht, ich bin ganz schön vorgeschossen mit meinen Formulierungen und bin froh, dass ich das ihm ggü nicht so ausgedrückt habe. Natürlich ist es Schwachsinn, dass ich "die Normale" bin und er hinterfragen soll, was bei ihm los ist oder sowas. Diese Sätze sind aus zwei Gründen so da gelandet:
    1. fühle ich mich grundsätzlich unwohl als die Frau, die mehr will als er. Und weil es bei uns zuhause eher so ist, dass ich von ihm scherzhaft damit aufgezogen werden, wie "gesund" mein sexueller Hunger doch sei, hatte ich dann wohl das Bedürfnis, hier verbal auf den Fußboden zu stampfen und zu sagen "nein, das ist alles normal bei mir, so wie es ist".
    2. ist es natürlich einfacher, das so zu formulieren und damit auf das Grundbedürfnis nach Sex zu gehen, anstatt sich noch weiter zu verrennen in die Verletztheit, dass man sich eigentlich abgelehnt fühlt

    Ich habe gerade angefangen, ein Buch von so einem amerikanischen Verhaltenspsychologen zu lesen, in dem immer wieder die Formulierung auftaucht, dass der "mit dem schwächeren Verlangen die Kontrolle über den Sex" hat. Und dabei ist mir aufgefallen, dass es in den vielen Bereichen so ist, dass mein Verlangen meistens größer ist und ich in der "Erwartungshaltung" bin, dass er etwas tut- also ihm die Kontrolle gebe.
    Ganz banale Beispiele:
    - ich hätte gerne mehr Sex als er
    - ich möchte mehr unternehmen
    - für mich ist die wenige gemeinsame Zeit total heilig (bin pünktlich, bereite mich vor, denke mir Sachen aus)
    - mir ist es wichtiger, dass unsere Wohnung sauber ist

    Solche Sachen. Also, ich setze Prioritäten an Stellen, die ihm persönlich nicht (so) wichtig sind (wie mir), so dass ich dann a) bewusst darauf warte oder erwarte, dass er mir entgegen kommt und es sich aber b) auch gar nicht mehr so gut anfühlt, wenn er es dann (auf "Kommando") macht

    Ich habe ehrlich gesagt fast nie das Gefühl, dass er irgendwelche Erwartungen an mich hat. Der einzige Bereich, der mir eingefallen ist, wo er mehr von mir möchte, als ich intuiitiv gebe, ist Kuscheln.
    Also scheint es so, als müsste er sich mehr anstrengen, damit ich "zufrieden" bin, als ich. Als wäre er irgendwie besser darin, mich so zu nehmen, wie ich bin.
    Oder als hätte er weniger Bedürfnisse an eine Beziehung? Mehr so die Basics, Liebe, Vertrauen, Zärtlichkeit und dann passt schon alles? Oder andere Bedürfnisse, die ich zufällig ganz gut erfülle? Oder ich gebe mir grundsätzlich mehr Mühe?

    Naja, jedenfalls glaube ich, dass mein Eingangspost ein bisschen darauf entstanden ist, dass sich Frustration in mehreren Bereichen angestaut hat, weil ich das Gefühl hatte, in verschiedenen Bereichen in den letzten Wochen einen "Vorschuss" an Investition in die Beziehung gegeben zu haben (z.B. an unserem gemeinsame Samstag wirklich alle Termine komplett gestrichen zu haben und sicher zu stellen, dass nichts dazwischen kommen kann, damit ich 100 % Zeit für ihn habe, er aber kurz vorher gefeilscht hat "wann machen wir jetzt was? Vormittags/Nachmittags/Wann kann ich dasunddas erledigen?") und mich dann nicht mehr wohl gefühlt habe, in der Position dieser "Wartenden".

    Deswegen werde ich jetzt mal in mich gehen und überlegen, welche Erwartungen und Bedürfnisse tatsächlich essentiell für mich sind, wo sich der "Kampf" lohnt, wo ich vielleicht auch unnötig Rücksicht auf ihn nehme, die dann ein blödes Gefühl bei mir hinterlässt (z.B. "Ich habe mir de ganzen Tag frei geräumt und bin dann enttäuscht, dass er "nur" 4 Stunden Zeit hat usw"., oder "Ich will eigentlich seit zwei Stunden ins Bett gehen und lasse mich breit schlagen, mit ihm auf der Couch zu kuscheln, aber bin dann auch umso enttäuschter, wenn es nicht zum Sex kommt" ). Überlegen, wie viel diese ganze Sex-Nummer eine Metapher für diese grundsätzliche Dynamik ist, was ganz gut erklären würde, wieso ich die Sex-Ablehnung so ultra persönlich nehme.

    Es bleibt spannend. Jedenfalls rede ich ganz viel mit ihm und bevor ich weiß, was Sex überhaupt für mich bedeutet und mit was allem das evntl bedeutungsgeschwängert ist, ist das Öffnen der Beziehung defitinivi noch 1000 Lichtjahre entfernt

  6. Regular Client Avatar von dzairia
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    AW: Unterschiedliche Bedürfnisse / Herausfinden, was Sex für einen bedeutet

    Zitat Zitat von velove Beitrag anzeigen
    Also scheint es so, als müsste er sich mehr anstrengen, damit ich "zufrieden" bin, als ich. Als wäre er irgendwie besser darin, mich so zu nehmen, wie ich bin.
    Oder als hätte er weniger Bedürfnisse an eine Beziehung? Mehr so die Basics, Liebe, Vertrauen, Zärtlichkeit und dann passt schon alles? Oder andere Bedürfnisse, die ich zufällig ganz gut erfülle? Oder ich gebe mir grundsätzlich mehr Mühe?
    Ich hab hier nur still mitgelesen, da ich die Grundproblematik nicht habe, bin aber gerade über diesen Absatz gestolpert, in dem ich mich sehr wiedererkenne. Ich will nicht den Thread kapern und habe leider auch keine Antwort darauf, aber das Thema belastet mich auch immer wieder.

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